M A R E  N O S T R U M  -  R A U M  F Ü R  D I A L O G  U N D  D I V E R S I T Ä T


MIGRATION

Migration ist eine Konstante in der Geschichte der Menschheit. Seit seiner Entstehung hat der Mensch, angetrieben von seinem Forscher- oder Entdeckergeist, oder durch wirtschaftliche Not , ideologische Verfolgung und Naturkatastrophen, nie aufgehört zu migrieren.
Die Reise, das Weggehen, der Schmerz derer, die ihr Land verlassen, um sich dem Unbekannten zu stellen, die Schwierigkeiten und das Leid, die oft den Reisenden und den Migranten begleiten, sind seit Tausenden von Jahren eine Quelle der Inspiration für die Literatur in all ihren Formen.

 

Die “illegale Migration” heute in Europa

"Flüchtlinge, Opfer von Verfolgung, Illegale, ohne Status, es sind Hunderttausende, die in den Ländern der Europäischen Union leben. Und um der ständigen Bedrohung der Ausstoßung zu entkommen, sind sie gezwungen, sich zu verstecken, unterbezahlt zu arbeiten und keinen Zugang zu medizinischer Versorgung zu haben. "  (Frau Dita Vogel, die die Arbeitsgruppe für ‘‘irreguläre Migration“ im WeltWirtschaftsInstitut Hamburg HWWI leitet.) http://www.goethe.de/ins/sn/dak/ges/fr6481536.htm 


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Chiara Barison, "Le invisibili" - Video :

http://www.myspace.com/video/sexybinbin/le-invisibili-di-chiara-barison/63387538

" Wir sprechen oft von Migranten, von denen die ausgewandert sind, aber wir vergessen die gesamte Welt, die hinter ihnen steht. Was ist und wie ist das Leben für diejenigen, die im Land bleiben? Was bedeutet die Migration zu ‚erleiden‘? "  - ​Chia­ra Ba­ri­son-​ (I.S.I.G.-​i­STI­TU­TO DI SO­CIO­LO­GIA IN­TER­NA­ZIO­NA­LE DI GO­RI­ZIA)-​ (mail: win­d­chia­ra@li­be­ro.it)"

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In Italien

Wir (Carla Zickfeld und Stefan Karkow) leben und arbeiten seit vielen Jahren in Italien und hier sind wir Zeugen geworden, vor allem in den letzten 10 Jahren, von der großen Migration von Afrika nach Europa, eine Flucht aus den Ländern der Ungleichheit in ein vielversprechendes Europa. Die Zeugnisse der "illegalen Einwanderung“ fassen am Ende die Dramen und Widersprüche unserer Zeit zusammen: von der globalen zur kriminellen Weltwirtschaft, von der Migration zur Mafia.

Die Herausforderung für uns
Seit wir im Senegal recherchieren ist unsere Entscheidung gereift, die Realität des Projekts ‘‘Raum für Dialog und Diversität“ mit unserer Situation in Italien hinsichtlich der vielen senegalesischen Immigranten zu verknüpfen.   Schon während unserer Recherchemonate im Senegal in 2010 und 2011 berichtete man uns von Leidensgeschichten bei der Überfahrt zu den Kanarischen Inseln mit den eigenen Booten - und Mütter beklagten die Ausblutung ihrer Familien und äußerten uns ihre Befürchtung, dass ihre Kultur in 10 – 15 Jahren verschwinden würde, wenn die Emigration ihrer Söhne mit dieser Stärke anhielte.

Uns interessiert hier nicht die illegale Immigration im Allgemeinen, sondern der kulturelle Aspekt, ob und in wieweit sich die eigene kulturelle Identität in der neuen Realität verflüchtigt.


Im folgenden stellen wir den exemplarischen Beginn unserer Recherchen über die Situation von Emigranten in Italien vor – durch ein erstes Interviewportrait mit dem jungen Senegalesen und Lebou, Khalifa Ababacar NDIONE aus Toubab- Dialaw, einem kleinen Dorf in der Nähe von Rufisque.  

 

Video - Interview  auf franzoesisch

 

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