M A R E  N O S T R U M  -  R A U M  F Ü R  D I A L O G  U N D  D I V E R S I T Ä T 

DIE STIMME WESTAFRIKAS - KOLLEKTIVES GEDÄCHTNIS & KOLLEKTIVES BEWUSSTSEIN
Idee und Realisierung - Carla Zickfeld
Dokumentation & visuelle Umsetzung - Stefan Karkow

 

ZEITEN DES UMBRUCHS UND DER UNSICHERHEIT - DIE KULTURELLE HERAUSFORDERUNG

 

2009 veröffentlichte das Zentrum für Meeresforschung, Kiel, unter dem Thema -

Die Menschen und das Meer V – Leben in Ungewissheit und Anpassung an den Wandel :

" Das Bedürfnis nach ökonomischem Wachstum, Erhaltung der Umwelt und menschlicher Entwicklung steht oft zutiefst im Widerspruch zu den vielfältigen Wandlungen, denen die Menschen und das Meer unterliegen.   Dieser Widerstreit tritt besonders im Süden der Welt zutage, wo das Wachstum der Bevölkerung mit Bereichen begrenzter Küstenressourcen wetteifert. Weltweit wächst die Verwundbarkeit der Küstenbevölkerung und weltweit brechen die Fähigkeiten zum Regenerieren zusammen; die Gefahr, die eigene Lebensqualität zu verlieren, wird für die Küstenbevölkerungen zunehmend evident - und die weltweite Hoffnung, zumindest einige Zielscheiben der Jahrhundertentwicklung zu treffen, schwindet zunehmend …"

 

2007 veröffentlichte die Stiftung der Vereinigten Nationen „Sigma XI“ in -

„Der Wissenschaftliche Expertenbericht über Klimaänderung und Nachhaltige Entwicklung“

 "…Die Welt erwärmt sich und das Klima ändert sich. Temperaturen erhöhen sich in allen Jahreszeiten auf dem Land und im Meer … Das Meeresniveau erhöht sich, und der Grad der Erhöhung steigt offensichtlich. Vorhersagen gehen davon aus, dass eine größere Klimaänderung noch vor uns liegt…   Die Menschheit muss kollektiv und dringend handeln, um den Kurs auf allen gesellschaftlichen Ebenen zu ändern. Es gilt keine Zeit zu verlieren."

 

Die Menschheit muss kollektiv und dringend handeln - Eine Kulturelle Herausforderung

 In Zeiten unvorhersehbaren Wandels in Natur- und Gesellschaftssystemen antwortet das Projekt „Mare Nostrum – Raum für Dialog und Diversität“ auf diesen Appell durch exemplarisches Handeln in Küstenregionen der Welt, in denen Menschen noch in kultureller Einheit mit dem Meer, dem Ernährer, leben - wo die aktuellen Auswirkungen des globalen Wandels jedoch bereits das Risiko verstärken, durch lange Tradition gewobene Kulturen aus dem Gleichgewicht zu bringen, und damit auch die Lebensgrundlagen gefährdet.                                                                                                  

Wir wissen, wenn die ökonomische Verarmung mit einer kulturellen einhergeht, dann besteht die Gefahr, dass die Sozialgeflechte auseinanderbrechen und es zu Konflikten kommen kann, wo sich Welten radikalisiert gegenübertreten. 

 

Die Realisierung des Projekts Mare Nostrum

Die Feldforschung vor Ort im Juni 2010, sowie im Juni und Oktober, wurde im Senegal in Zusammenarbeit mit vier traditionellen Fischerdörfern durchgeführt - Yoff, Hann, Kayar, Saint Louis -

im Rahmen der Initiative "Künste und Wissenschaften für Nachhaltigkeit" -
mit der Carla Zickfeld, die Initiatorin von "MarNostrum - Raum für Dialog und Diversität", von 2009 bis Anfang 2012 zusammengearbeitet hat - mit Stefan Karkow für die visuelle Dokumentation.

Ab 2012 wird das Projekt MarNostrum unter der Prämisse der Initiatorin fortgeführt - unter der Schirmherrschaft von "Progetto Tuscia" – ein anerkannter Kulturverein mit Sitz in Italien - der seit 1986 internationale und interdisziplinäre Projekte veranstaltet zur Kommunikation und Integration der Künste – und von der Europäischen Kommission mit dem Preis „Kulturbühne Europa“ ausgezeichnet worden war.

Carla Zickfeld und Stefan Karkow haben das "Progetto Tuscia" gegründet und leiten es bis heute.